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Neue Wege – Unser Sommerprojekt 2024

Im September kann man uns mit Chefdirigent  Uwe Renz mit dem diesjährigen Sommerprojekt „Neue Wege“ live erleben. Tickets für die Konzerte in Schwäbisch Gmünd, Aalen, Heidenheim, Stödtlen und Neresheim sind überall im Vorverkauf erhältlich. 

Grandiose Instrumentation, hochemotionale Spannungsbögen, dynamische Kontraste und jede Menge Überraschungsmomente – bei unseren Sommerkonzerten stehen drei Kompositionen auf dem Programm, die neue Wege in der Welt der klassischen Musik eröffnet haben

Den Auftakt macht das Symphonisches Präludium. Die Fachwelt ist sich nach wie vor uneinig darüber, ob es von Anton Bruckner oder seinem Schüler Rudolf Krzyzanowski stammt – unbestritten ist jedoch, wie weit das Stück seiner Zeit voraus war. Allen voran der dramatische, fast radikale zweite Teil spricht eine vollkommen neue Kompositionssprache. Die Zeitgenossen Bruckners und Krzyzanowskis bekamen das Symphonische Präludium jedoch nie zu hören. Das Manuskript der Partitur von 1876 wurde erst nach dem 2. Weltkrieg im Nachlass Krzyzanowskis gefunden und uraufgeführt. Einige der neuen Elemente erklangen jedoch weit vorab in Bruckners letzter Komposition „Helgoland“.

Zu der Zeit, in der das Symphonische Präludium entstand, wurde auf der anderen Seite des Atlantiks ein weiterer musikalischer Visionär geboren: der US-amerikanische Komponist Charles Ives. Er gilt als Vater der modernen amerikanischen Musik und legte die Weichen für wichtige Konzepte wie Polyrythmik und Atonalität. In seinen Collagen arbeitete er bereits mit Genres wie Pop und Schlager und öffnete neue Tore in der klassischen Musik. So ist es kein Wunder, dass das zweite Werk auf dem Sommerprogramm „Neue Wege“ aus Ives‘ Feder stammt. „The Unanswered Question“ ist ein packendes Beispiel für seine unbekümmerte Experimentierfreude. Ives geht mit dem Stück dem Grund der Existenz nach, die Trompete stellt immer wieder die Frage nach dem Sinn des Seins. Von den Streichern wird ihr eine Antwort verwehrt. Ihr durchgängig gespielter, choralgleicher Satz symbolisiert die Stille der Druiden: sie wissen nichts, sie sehen nichts, sie hören nichts. Die Holzbläser hingegen versuchen eine Antwort zu finden, immer anders, immer drängender. Doch als die Trompete zum siebten Mal fragt, bleiben auch sie eine Antwort schuldig. Das Orchester verstummt.

Nicht jedoch bei den Sommerkonzerten – zum großen Finale folgt Hans Rotts 1. Symphonie. Der Name des österreichischen Komponisten mag Fragezeichen aufwerfen. Doch wer Gustav Mahlers Werk kennt, dem sind Rotts Musik und Genie bestens vertraut. Denn der Wegbereiter der modernen Klassik ließ sich von seinem Freund Hans mehr als nur inspirieren.

„Rott ist der Begründer des neuen Weges, der neuen Symphonie, wie ich sie verstehe“, so Mahler. Das findet auch Uwe Renz. „Das Werk ist voller bahnbrechender musikalischer Ideen und eine einzigartige Vision von der Zukunft der Sinfonie“, schwärmt unser Chefdirigent.  

Doch wie das Symphonische Präludium blieb auch Rotts Meisterstück nach seinem frühen Tod mit nur 25 Jahren lange verschollen. Erst 1989 wurde es in den USA welturaufgeführt. Damals glaubten viele ihren Ohren nicht zu trauen: Stil und Musik klangen eindeutig vertraut. Die epische Orchesterbesetzung und die kreativen Harmonien, die Fanfaren, Tanzrhythmen und kessen Bläser des Scherzo im 3. Satz – all das konnte nur Gustav Mahler geschrieben haben!  

Dabei entstand Rotts Komposition fünf Jahre vor Mahlers erster Sinfonie. Seine Musik und sein Genie lebten ohne Quellenangabe in Mahlers Werk fort. Hans Rott hat die Musikgeschichte durch Gustav Mahler verändert. Vergessen war nur seine Person. Bei unseren Sommerkonzerten kann man ihn und seine brillante 1. Symphonie neu entdecken.

Neue Wege – Sommerprojekt 2024

Das Programm

Anton Bruckner (1824-1896) / Rudolf Krzyzanowski (1859-1911)
Symphonisches Präludium

Charles Ives (1874-1954)
The Unanswered Question

Hans Rott (1858-1884)
Symphonie Nr. 1

Leitung: Uwe Renz  

Konzerttermine
Samstag,  07.09.2024, 20.00 Uhr, CCS Schwäbisch Gmünd
Sonntag, 08.09.2024, 18.00 Uhr, Stadthalle Aalen | Benefizkonzert des Rotary Clubs Aalen-Heidenheim
Freitag, 13.09.2024, 20.00 Uhr, Waldorfschule Heidenheim
Samstag 14.09.2024, 20.00 Uhr, Liashalle Stödtlen
Sonntag, 15.09.2024, 18.00 Uhr, Härtsfeld-Sport-Arena Neresheim

Partner der Konzerte sind die Sparkassenstiftung Ostalb, Rotary Clubs Aalen-Heidenheim, Domo-Therm, Zeiss, der Ostalbkreis, die Stadt Ellwangen und die Stadt Heidenheim.

Tickets & Vorverkauf
Normalpreis 19,00 Euro | Kinder, Jugendliche, Studierende, Azubis 12,00 Euro
Tickets für Neresheim auf reservix.de und an allen Vorverkaufsstellen.
Tickets für Aalen, Schwäbisch Gmünd, Heidenheim und Stödtlen in unserem Ticketshop, unter Fon +49 7363 96 18 17 und an allen Vorverkaufsstellen.

Für den Konzertbesuch mit Schulklassen gibt es Sonderkonditionen von 5,00/Person. Diese können bei der Stiftung Schloss Kapfenburg gebucht werden: info@schloss-kapfenburg.de oder Tickethotline +49 7363 96 18 17.

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